Bibel und Koran sind schlimmer als Killerspiele
Yeah, endlich mal ein vernünftiger Kommentar in einer größeren Zeitung zum Thema Killerspiele.
Gideon Böss schreibt in der Online-Ausgabe der Welt einen sehr kritischen Kommentar zum heißgeliebten Thema "Verbot von Killerspielen" und fragt, ob Dikatoren wie Hitler und Mao noch schlimmer gewesen wären, hätten sie CounterStrike oder Call Of Duty gezockt.
Jeder weiß wie schlimm die Amokläufe in Winnenden oder Erfurt waren, doch anstatt mal auf die echten Hintergründe solch grausiger Taten einzugehen, wird immer alles auf Computerspiele geschoben. Einem immer größer werdenen Wirtschaftszweig, welcher mehrere Millionen, ja viele viele Millionen Menschen egal welchen Alters ein spaßigeres Leben bringen.
Der Versuch, Killerspielen zumindest eine Mitschuld an Amokläufen zu geben, ist dem Wunsch geschuldet, eine rationale Erklärung für eine irrationale Tat zu finden. Den Hinterbliebenen ist damit aber nicht geholfen.
So schaut nämlich die Realität aus. Als wäre jeder Zocker ein potentieller Amokläufer, ein Killer, ein Sexualstraftäter und Autodieb. Ich erlebe es meist sogar so, dass gerade die Intensiv Zocker freundlicher und aufgeschlossener sind, als die Gangsta auf der Straße. Ich selbst bin zwar kein Fan von Shootern, aber nur weil ich lieber Strategie Spiele mag. Nur selbst die würden auf kurz oder lang als Killerspiele bezeichnet werden. Bestes Beispiel dafür ist Command & Conquer Genera.. GENERÄLE!!1!
Aber auch außerhalb von virtuellen Welten versuchen Politiker die Schuld in belanglosen Dingen zu suchen. Da wäre zum Beispiel der Schützenverein. Nur weil Leute Spaß daran haben im Schützenverein ein bisschen zu ballern, heißt das nicht, dass das auch alles gefährliche Menschen sind. Das einzig wirklich Verwerfliche daran ist, dass der Zugang zu realen Waffen dadurch stark erleichtert werden kann.
Weiteres Beispiel für den Verbotswahn von Wichtigtuern war das geplante Verbot von Paintball aka Gotcha. Auch hier wurden wieder Dinge gesehen, die nicht der Wahrheit oder der Regel entsprechen. Hauptsache was gesagt und hauptsache was verbieten wollen.
Die Jugend soll gefördert werden, aber groß auf sie eingehen wollen die Meisten dann doch nicht. Ich freu mich schon auf die nächste Bundestagswahl, wenn dann weitere junge Erwachsene die Piraten wählen werden, welche letztes Jahr noch kein Wahlrecht hatten.
Hoffen wir nur, dass nicht spontan einer auf die Idee kommt, dass man erst mit 21 wählen sollte..
